Kreuzbund: Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und Angehörige - Kreuzbund Lünen
Foto-Sucht

Der Weg in die Abhängigkeit ...

Es fängt alles so harmlos an.
Dann und wann wird gefeiert – natürlich mit Alkohol.
Abends das Gläschen zur Entspannung.
Jede Situation, ob Ärger oder Freude, wird Anlass zum Trinken.
"Schließlich merkte ich, dass der Alkohol mich voll im Griff hatte."

Jeder kann suchtkrank werden.
Dazu sollte man stehen, auch wenn viele jetzt denken:
"Mir kann das nicht passieren!"
Es gibt dafür keine Garantie.
Viele denken so und sind dann doch in die Sucht abgerutscht.

Trotzdem sieht der Betroffene sich oft noch nicht als suchtkrank.
Er gibt sich nach außen stark, obwohl er sich innerlich ohnmächtig,
hilflos, schwach und wertlos fühlt.
Die Krankheitseinsicht ist für ihn noch weit schwerer anzunehmen
als für Außenstehende.
Sein vergebliches Bemühen, vom Alkohol loszukommen,
führt ihn in tiefe seelische Not, in Angst, in Einsamkeit und Verzweiflung.
Er wird von heftigen Selbstvorwürfen,
von Scham- und Schuldgefühlen gequält.
Vor seinem Umfeld versucht er, dies mit allen Mitteln zu verbergen.

Lernen Sie zu akzeptieren,
dass Sie ein Alkoholproblem haben (oder bekommen könnten).

Die Fähigkeit, mit dem Suchtmittel wieder normal umzugehen,
geht verloren und wird niemals wieder erlangt.
Deshalb begeht ein Abhängigkeitskranker, der nichts gegen seine Krankheit unternimmt,
Selbstmord auf Raten.
Andersherum muss man aber auch sagen:
"Wer einem alkoholkranken Menschen
wissentlich
auch nur einen Schnaps anbietet oder zu einem Bier überreden will
und dessen Krankheit ignoriert, ist mitschuldig an dessen Untergang."

Die Droge verhilft vielen Menschen,
Ängste und Hemmungen zu überwinden,
Einsamkeit zu ertragen, Stress, Minderwertigkeitsgefühle,
Spannungen und Versagungsängste abzubauen oder zu überdecken
und positive Gefühle zu verstärken.

Der Betroffene trinkt automatisch,
weil für ihn keine Alternativen mehr erkennbar sind,
aufkommende Schuldgefühle werden durch erneutes Trinken zurückgedrängt.

Der Alkohol wird von diesen Menschen wie eine Krücke gebraucht.

ABER:
Sorgen und Probleme ertrinken nicht im Alkohol,
sie können schwimmen.


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